Die Finanzmärkte überwältigen Einsteiger und Anfänger häufig. Zu viele Optionen und Möglichkeiten sorgen für Verwirrung statt für Durchblick. Dabei ist die häufigste Frage, mit welchen Finanzinstrumenten zuerst gehandelt werden sollte.
Obwohl die Auswahl umfangreich ist und alle Anlageklassen ihre eigenen Vorteile bergen, gibt es klare Favoriten. Wer Anlageklassen einem Vergleich unterzieht, erkennt, dass Aktien, Devisen und Indizes zu den gängigsten Einstiegsmöglichkeiten gehören.
Was es zum Start braucht
Neben dem Wissen, welche Option besonders passend zur eigenen Strategie erscheint, brauchen Trader ein Handelskonto. Dadurch erhalten Sie erst den Zugang zu den verschiedenen Märkten, auf denen Sie die Anlageklassen handeln.
Unser Artikel gibt Ihnen die eingängige Orientierung und liefert Ihnen alle Informationen zu den Fragen, welche Anlageklassen es gibt, was die besten Anlageklassen für Unternehmer ausmacht und welcher Definition Finanzinstrumente eigentlich folgen.
Erfahren Sie alles, was Sie für Ihre ersten Tradingversuche brauchen, und entdecken Sie alternative Anlageklassen. Je breiter Sie informiert sind, umso mehr schöpfen Sie aus den Möglichkeiten an den Märkten.
Anlageklassen erklärt: Definition und Bedeutung von Finanzinstrumenten
Zum Einstieg klären wir die Frage: Was sind Anlageklassen eigentlich? Anlageklassen werden aus ihrer Definition folgendermaßen beschrieben: Sie gelten als Kategorie für die unterschiedlichen Finanzinstrumente. Dadurch können die unterschiedlichen Assets am Markt geordnet werden.
Hierbei sortieren sich die einzelnen Produkte in bestimmten Gruppen zusammen. Ähnliche Anlagen werden somit gebündelt. Für Einsteiger ein Vorteil, denn sie können Produkte besser bewerten.
Als Grundlage für die Zuordnung werden bestimmte Eigenschaften genommen. Mögliche Eigenschaften der Finanzinstrumente können sein:
- Verhalten am Markt
- Renditechancen
- Risikolevel
- Gewinnpotenzial
Finanzinstrumente einfach erklärt am Beispiel von Aktien wären, dass sie für die Anteile an Unternehmen stehen. Auf Basis von Entwicklungen, Nachrichten oder Unternehmensberichten verändern sich die Kurse von Aktien.
Ein anderes Beispiel sind Währungen. Sie reagieren auf geopolitische Entscheidungen und die internationalen Beziehungen der jeweiligen Länder. Auch Zinsen beeinflussen ihre Trendentwicklungen.
Durch die Einordnung werden das Konstrukt der einzelnen Anlagenklassen und Vergleiche deutlich einfacher. Statt sich jedes einzelne Produkt vorzunehmen, können Sie auf eine ganze Gruppe zurückgreifen und das Verhalten besser bewerten.
Dadurch wird Ihnen schneller deutlich, welche Risiken und Chancen entstehen. Die Komplexität weicht dem Verständnis und erleichtert es, sich auf Entscheidungen und Investitionen festzulegen. Historische Renditen von Anlageklassen als Analysegrundlagen zu nehmen hilft, um langfristige Trends zu erkennen.
Arten von Anlageklassen und Beispiele von Finanzinstrumenten
Auf die Frage „Welche 3 Anlageklassen gibt es?“ folgt meist die Antwort: Aktien, Devisen und Indizes. Aber auch Rohstoffe dürfen in diesem Zuge nicht unter den Tisch fallen. Folgend sollen die einzelnen Anlageklassen in der Übersicht, die wiederum als Grundlage für derivative Finanzinstrumente dienen, erläutert werden.
Aktien
Aktien gehören zu den bekanntesten Anlageklassen. Wer Aktien erwirbt, erwirbt Anteile an einer bestimmten Firma oder einem Konzern. Durch den Erwerb erhalten Sie die Chance, von der Wirtschaftlichkeit und dem Erfolg der Firma zu profitieren und teilzuhaben.
Aufgrund der steigenden Kurse und Dividenden entwickeln sich im Bestfall ertragreiche Gewinne. Allerdings sind auch Kursschwankungen keine Seltenheit. Negative Unternehmensberichte, Fehlinvestitionen oder eine unerwartete Marktstimmung können die Gründe sein.
Devisen (Forex)
Ist von Devisen die Rede, wird vom Handel mit Währungen gesprochen. Dabei steht immer ein Währungspaar zueinander. Ziel ist es bei dieser Art des Handels, von den Veränderungen der jeweiligen Kurse zu profitieren.
Der Devisenmarkt gilt als liquider Markt, der schnell und zügig auf externe Entwicklungen reagiert. Besonders politische Ereignisse, die die Beziehungen zwischen den Ländern auf die Probe stellen, wirken sich stark aus.
Indizes
Im Gegensatz zu den anderen Anlageklassen, die direkt gehandelt werden, sind Indizes als Abbildung von Entwicklungen zu verstehen. Sie gelten eher als Spiegel einer Branche oder eines Wirtschaftsbereiches.
DAX oder S&P 500 sind Beispiele für diese Anlageklassen. Trader können in diesem Fall eine deutlich risikoärmere Option wählen, die aufgrund der Zusammenstellung verschiedener Firmen entsteht.
Rohstoffe
Natürlich dürfen Rohstoffe wie Gold, Öl oder Agrarprodukte in dieser Auflistung nicht fehlen. Sie gelten als starke Finanzinstrumente, da sie enorm auf Angebot und Nachfrage reagieren.
In schwierigen Zeiten gelten Rohstoffe als sichere Finanzinstrumente des Handelsbestandes. Oftmals gewinnen sie an Wert, während andere Anlageklassen in der Entwicklung sinken. Diese Einschätzung basiert jedoch auf Erfahrungswerten, die jeder Trader selbst machen sollte.
Aktien, Forex und Indizes: Unterschiede für Einsteiger
Nachdem die grobe Unterscheidung der einzelnen Anlageklassen dank Übersicht im vorherigen Kapitel vorgenommen wurde, soll nun auf die Details eingegangen werden. Die Finanzinstrumente als Beispiel sind mit Aktien, Forex und Indizes nunmehr bekannt, doch die Volatilität oder Komplexität benötigt mehr Einblick im Detail.
Die Volatilität verhält sich bei den einzelnen Anlageklassen wie folgt:
- Aktien: variiert sehr stark
- Devisen: nur kurzfristig, aber sehr hoch
- Indizes: weniger volatil
Hinsichtlich der Komplexität ergibt sich folgende Einteilung:
- Aktien: einfach zu verstehen
- Devisen: stark komplex
- Indizes: abstrakt in der Darstellung, aber weniger komplex als Devisen
Welche Finanzinstrumente sich für Einsteiger eignen, kann als vorsichtige Einstufung erfolgen. Eine Empfehlung auszusprechen, wäre falsch. Doch Anfänger können es als Orientierung nutzen.
- Aktien: sehr zu empfehlen als Anlageklasse, da der Handel überschaubar ist
- Devisen: weniger zu empfehlen, da viel Disziplin und viel Aufmerksamkeit aufgrund von kurzfristigen Entwicklungen verlangt werden
- Indizes: ebenfalls für Einsteiger zu empfehlen, da Indizes abstrakter zu betrachten sind
Damit der Einstieg in die Finanzinstrumente des Handelsbestandes funktioniert, sollten Trader eine eigene Strategie etablieren. Diese sollte sich an den Lebensstil und die vorhandenen Zeiten, die Ihnen zur Verfügung stehen, anpassen.
Aktien und Indizes lassen sich in der Regel zu den Börsenzeiten handeln. Einige Broker bieten jedoch Ausnahmen. Devisen sind hingegen fast rund um die Uhr zu handeln. Auch dieser Aspekt sollte bei der Wahl der Finanzinstrumente zum Einstieg beachtet werden.
Multi Anlageklassen Strategie und Diversifikation einfach erklärt
Zwar empfiehlt es sich, die ersten Schritte im Trading mit einer Anlageklasse zu gehen. Doch eine rein isolierte Betrachtung ist selten zu empfehlen, da Finanzinstrumente miteinander verbunden sind.
Alles hängt zusammen und beeinflusst sich gegenseitig. Nachrichten, Veröffentlichungen von Konzernen oder weltpolitische Entwicklungen wirken sich auf die Börse aus. Diese Auswirkungen sind in den Anlageklassen zu erkennen.
Um sich vor einem zu hohen Risiko zu schützen, sollten Trader auf Diversifizierung setzen. Darunter ist zu verstehen, dass sich mehrere Anlageklassen im eigenen Portfolio befinden und das Risiko beim Traden auf verschiedene Assets verteilt wird.
Der Vorteil einer Kapitalverteilung ist, dass Sie Ihr Geld nicht auf eine Anlageklasse setzen. Wer die Verteilung beachtet und beispielsweise auf Rohstoffe, Aktien und Indizes spekuliert, deckt den Markt in seiner ganzen Breite ab. Dadurch können negative Entwicklungen besser abgefangen werden.
Intelligentes Risikomanagement
Hierzu bedarf es einer cleveren Strategie im Risikomanagement. Einem Markt, der starken Schwankungen unterliegt, sollte ein Markt gegenübergestellt sein, der deutlich stabiler ist. Auf diese Weise steuern Sie potenzielle Gewinne, aber auch Ihre Risiken.
Die besten Anlageklassen für Unternehmer wie auch für Privatanleger sind Aktien, Indizes und Rohstoffe. Ein Ausflug in die Welt der Kryptowährungen ist für all diejenigen zu empfehlen, die digital handeln wollen.
Vorsicht jedoch bei der Verteilung: Kryptowährung ist sehr spekulativ und hochvolatil. Daher sollten Kryptos nie den Hauptteil Ihres Portfolios bilden. Eine Multi-Asset-Strategie verleiht dem eigenen Kapital den nötigen Puffer.
Finden Sie jedoch Ihre eigene Kombination aus Finanzinstrumenten. Probieren Sie sich aus und entwickeln Sie ein Gefühl für Ihre Strategie und die benötigten Mittel. Manchmal überrascht es, welche Mischung zu einem guten Ergebnis führen kann.
Anlageklassen FAQ für Einsteiger
Unser Guide hat Ihnen einen guten Überblick zu den verschiedenen Anlageklassen vermittelt und die Grundfrage, was sind Anlageklassen, geklärt. Es sind dennoch Fragen offen und Ihnen fehlen noch relevante Informationen? Unsere FAQs gehen weiter ins Detail.
Welche weiteren Finanzinstrumente können als Beispiele genannt werden?
Neben Aktien, Währungen oder Indizes gibt es noch weitere Finanzinstrumente zu nutzen. Auch ETFs, Kryptowährungen oder Anleihen sind als Finanzinstrumente bekannt und können Variation in Ihr Portfolio bringen.
Was sind derivative Finanzinstrumente?
Derivate sind Finanzinstrumente. Unter derivativen Finanzinstrumenten sind Finanzprodukte zusammengefasst, deren Wert von der Preisentwicklung eines anderen Basiswerts abhängt. Klassische Finanzinstrumente bilden hier die Basis und Risikoabsicherung übernimmt eine nicht zu unterschätzende Rolle.
Mit welcher Anzahl an Finanzinstrumenten sollte gehandelt werden?
Die Antwort hängt von der persönlichen Handelsstrategie ab. Bilden Sie Ihr persönliches Portfolio mit Anlageklassen in der Übersicht, aber achten Sie auf ein gutes Maß an Diversifizierung. So setzen Sie auf eine gute Risikoabsicherung im täglichen Handel.
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