DAX trotzt dem Abverkauf: Nur Ruhe vor dem Fed-Sturm?
Der Dienstag am deutschen Aktienmarkt war geprägt von einer beeindruckenden Achterbahnfahrt. Nach einem „knackigen“ Abkippen direkt zum Handelsstart zeigten die Bullen jedoch Steherqualitäten und entwickelten einen starken Aufwärtstrend, der am Nachmittag tatkräftige Unterstützung von der Wall Street erhielt. Am Ende rettete sich der DAX mit einem leichten Plus von 0,69 Prozent bei 23.725,50 Punkten aus dem Handel. Doch die wahre Feuerprobe steht erst heute an: Die Fed-Sitzung am Mittwochabend wirft ihre langen Schatten voraus.
Zinsentscheid & Dot Plot: Platzt heute die Zinssenkungs-Fantasie?
Besonders spannend ist die Lage aus zwei Blickwinkeln: Bis vor Kurzem ging der Markt noch fest von weiteren Zinssenkungen aus – eine Annahme, die durch die Eskalation im Iran-Krieg und den Ölpreis-Schock (Brent zeitweise über 92 USD) jäh gestoppt wurde. Laut Fed-Watchtool liegt die Wahrscheinlichkeit bei über 95 %, dass die Zinsen heute unverändert in der Spanne von 3,50–3,75 % bleiben.
Viel entscheidender wird jedoch der sogenannte „Dot Plot“. Sollten die Notenbanker ihre Erwartungshaltung von ehemals drei Zinssenkungen für 2026 nach unten korrigieren, wäre das ein hochgradig konservatives und damit bärisches Signal. Ein solch restriktiver Ton könnte den US-Dollar-Index wieder über die Marke von 100 USD treiben und den gerade erst stabilisierten DAX prompt zurück in seinen Abwärtstrend zwingen.
ZEW-Schock: Profis sehen dunkle Wolken am Horizont
Dass die Luft für die deutsche Wirtschaft dünner wird, untermauerte am Dienstag der ZEW-Index. Mit einem dramatischen Einbruch auf -0,5 Punkte (von zuvor 58,3) pulverisierte der Indikator alle Prognosen. Besonders die Erwartungen für die Eurozone krachten auf -8,5 Punkte weg. Institutionelle Investoren und Analysten sehen durch die Energiepreis-Explosion und die unsichere Lage am Golf massive Gefahren für die weltweite Konjunktur. Die Botschaft der Profis ist klar: Die wirtschaftliche Erholung steht auf Messers Schneide.
Charttechnisches Fazit: Vorsicht vor dem „Durchrutschen“
Trotz zweier positiver Tage bleibt das Chartbild fragil. Der DAX hat es bisher nicht geschafft, das Hoch vom Freitag nachhaltig zu überwinden. Sollte die Fed heute Abend enttäuschen, droht ein erneuter Test der psychologischen 23.000er-Marke. Zwar bot der Bereich um 23.350 Punkte zuletzt Halt, doch da dieses Niveau bereits durch die Panikkerze am Montag „aufgeweicht“ wurde, könnte der Kurs bei fehlendem Kaufvolumen schlichtweg durchrutschen.
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