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DAX trotzt dem Asien-Beben: Korrektur geht weiter

Frank Sohlleder
20. August 2026

DAX trotzt dem Asien-Beben: Zähe Korrektur geht in die nächste Runde!


Am Mittwoch schloss der deutsche Leitindex den dritten Handelstag in Folge in der Verlustzone, doch die Abwärtsdynamik schwächt sich spürbar ab. Zum Ertönen der Schlussglocke stand lediglich ein marginales Minus von 0,1 Prozent auf der Anzeigetafel. Zwar war der gesamte Handelstag von starker Verunsicherung geprägt – kurzfristige Erholungsversuche der Bullen wurden umgehend von den Bären gekontert –, doch der DAX bewies eine erstaunliche Resilienz. Trotz massiver Vorgaben aus Asien, wo der Nikkei heftige 3,2 Prozent einbüßte, zeigte sich das Frankfurter Parkett bemerkenswert wetterfest und verhinderte einen tieferen Absturz.

Risse in der Fed: Warum der Markt die hawkishen FOMC-Protokolle ignoriert!


Auf geldpolitischer Ebene sorgte das jüngste FOMC-Protokoll für Aufsehen und offenbarte eine tiefe Spaltung innerhalb der US-Notenbank. Immerhin drei der zwölf stimmberechtigten Mitglieder votierten für eine sofortige Leitzinserhöhung. Das Lager der geldpolitischen Falken wächst, was dem Markt weiteren Interpretationsspielraum liefert – flankiert von Kevin Warshs diskutiertem Vorschlag, die FOMC-Sitzungen künftig von acht auf sechs pro Jahr zu reduzieren. Dennoch reagierten die Investoren besonnen: Das Protokoll gilt auf dem Parkett als rückwärtsgewandt. Da jüngste makroökonomische Daten – insbesondere der schwache Juli-Stellenaufbau von lediglich 23.000 Jobs sowie eine moderate Inflation – die Zinsfantasien massiv dämpften, stürzte die vom FedWatch-Tool abgeleitete Wahrscheinlichkeit für eine September-Anhebung auf moderate 31 bis 34 Prozent ab.

Ölpreis-Schock und US-Konsum: Steht der DAX vor dem charttechnischen Wendepunkt?


Als toxischer Bremsklotz fungiert weiterhin der Energiesektor. Angetrieben durch die allgegenwärtigen geopolitischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran kletterte der Ölpreis um 1,5 Prozent auf über 92 US-Dollar pro Barrel. Für den heutigen Handelstag lautet die absolute Kernfrage: Kann der DAX seine gestrige Stabilisierung fortsetzen, oder zwingt die Mischung aus steigenden Energiekosten und Zinsunsicherheit den Index in die Knie? Die Antwort könnte am Nachmittag an der Wall Street liegen: Die anstehenden US-Einzelhandelszahlen werden schonungslos offenlegen, wie robust der amerikanische Konsument den schwächelnden Jobdaten tatsächlich noch trotzt.

 

 

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