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DAX unter Druck: Fed, EZB und Öl im Fokus

Frank Sohlleder
26. October 2026

Konjunktur-Schock und Öl-Rally: DAX taumelt gefährlich nah an die 200-Tage-Linie!


Der deutsche Leitindex hat seine Talfahrt zum Wochenausklang beschleunigt und rutscht charttechnisch immer tiefer in die Gefahrenzone. Mit einem Abschlag von 0,75 Prozent schloss der DAX bei 25.181,65 Punkten. Zeitweise durchbrach das Barometer sogar das Vorwochentief und verbuchte auf Wochensicht ein empfindliches Minus von 1,7 Prozent. Damit notiert der Index nun unterhalb der gleitenden Durchschnitte der letzten 21, 50 und 100 Tage. Ausgelöst wurde der Abwärtsdruck durch einen fatalen fundamentalen Mix: Verheerende Einkaufsmanagerindizes aus der gesamten Eurozone, gepaart mit politischer Instabilität in Frankreich, befeuerten massive Rezessionsängste. Toxisch wirkte zeitgleich die ungebremste Eskalation am Ölmarkt. Brent-Rohöl schoss auf bis zu 117 US-Dollar nach oben und markierte den höchsten Schlussstand seit April, was die grassierenden Inflationssorgen schonungslos weiter anheizte.


Atempause nach Entwarnung: ifo-Index als Zünglein an der Waage!


Zum Start in die neue Handelswoche deuten die Terminmärkte auf eine zarte technische Gegenbewegung hin. Eine vorläufige Entwarnung der Ratingagenturen für die französische Kreditwürdigkeit sowie ein leichter Rücksetzer beim Ölpreis auf 114,50 US-Dollar verschaffen dem Markt am Montagmorgen eine dringend benötigte Atempause. Der fundamentale Fokus richtet sich jedoch um 10:00 Uhr schonungslos auf das ifo-Geschäftsklima. Nachdem ZEW-Index und PMIs zuletzt brutal enttäuschten, fungiert der wichtigste deutsche Frühindikator als ultimativer Stimmungstest. Ein weiterer Rückgang würde die Konjunktursorgen zementieren, während ein überraschender Anstieg dringend benötigten Optimismus liefern könnte. Besonderheit für Händler: Durch die europäische Winterzeitumstellung fallen US-Termine in dieser Woche eine Stunde früher an.


Woche der Extreme: Zins-Gipfel und Tech-Showdown entscheiden den Trend!


Der ifo-Index ist jedoch nur das Vorbeben für die wichtigste und dichteste Börsenwoche des Herbstes. Mit den mit Spannung erwarteten Zinsentscheidungen der Fed (Mittwoch) und der EZB (Donnerstag) steht die globale Geldpolitik vor einem entscheidenden Stresstest, auch wenn der Markt kurz vor den US-Zwischenwahlen auf stillhaltende Notenbanker spekuliert. Flankiert wird der Makro-Gipfel von einer gigantischen Berichtswelle: Neben heimischen Schwergewichten wie Mercedes-Benz, BASF und der Deutschen Bank öffnen die US-Giganten Alphabet, Microsoft und Amazon ihre Bücher. Charttechnisch steht der DAX mit dem Rücken zur Wand: Bricht das Freitagstief bei 25.014 Punkten, droht der direkte Absturz auf die finale Bastion der 200-Tage-Linie bei 24.879 Zählern. Eine echte Aufhellung erfordert zwingend die rasche Rückeroberung der 21-Tage-Linie.

 

 


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