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DAX unter Druck: Tech-Schwäche belastet Märkte

Frank Sohlleder
02. November 2026

Tech-Beben und Öl-Schock: DAX opfert die 26.000-Punkte-Marke zum Monatsultimo!

 

Der deutsche Leitindex hat seinen fulminanten Monatsendspurt abrupt abgebrochen und die psychologisch wichtige Marke von 26.000 Punkten kampflos geräumt. Nach vier starken Gewinntagen in Folge schloss der DAX mit einem spürbaren Abschlag von 0,85 Prozent bei 25.818,21 Zählern. Trotz dieses schmerzhaften Rücksetzers sicherten sich die Anleger auf Wochen- und Monatssicht ein solides Plus von jeweils 2,5 Prozent. Ausgelöst wurde der jähe Stimmungswechsel von einem toxischen Cocktail aus eskalierenden Geopolitik-Risiken und einem globalen Technologie-Ausverkauf. Im Vorfeld der US-Wahlen katapultierten Iran-Sorgen den Brent-Ölpreis um weitere 2,5 Prozent auf rund 118 US-Dollar – den höchsten Stand seit April 2023. Parallel riss der massive Absturz der technologielastigen US-Börse Nasdaq um 3,7 Prozent auch die heimischen KI- und Halbleiterwerte tief in den roten Bereich: Siemens Energy und Infineon stürzten im Sog dieses Abverkaufs als DAX-Schlusslichter um knapp sieben Prozent ab.

 

Bayer feiert Glyphosat-Triumph: Letzter Rettungsanker im Halbleiter-Sog

 

Den massiven Tech-Abverkauf federte auf Indexebene lediglich das Schwergewicht Bayer ab. Der Chemiekonzern feierte einen elementaren juristischen Befreiungsschlag in den USA, nachdem eine Geschworenenjury im Glyphosat-Rechtsstreit zugunsten der Leverkusener entschied. Die Aktie honorierte diesen Etappensieg mit einem fulminanten Sprung von 5,5 Prozent an die Indexspitze. Charttechnisch nähert sich der DAX nach dem gescheiterten Ausbruch nun wieder der entscheidenden Kurslücke bei 25.717 Punkten. Hält diese erste Auffanglinie nicht, rückt der 50-Tage-Durchschnitt bei 25.592 Zählern unweigerlich ins Fadenkreuz der Verkäufer.

 

Ruhe vor dem Wahl-Sturm: PMIs und Apple-Zahlen diktieren den Wochenstart!

 

Am heutigen Montag startet das Frankfurter Parkett unter massiver Vorbelastung in eine der wohl brisantesten Handelswochen des Jahres. Angesichts der schwachen US-Vorgaben und des eskalierenden Ölpreises droht ein hochgradig defensiver Auftakt. Makroökonomisch diktieren die finalen Einkaufsmanagerindizes (PMIs) aus Europa sowie der nachmittägliche US-ISM-Index den Takt – sie werden schonungslos offenlegen, wie stark die konjunkturelle Basis bereits wackelt. Das eigentliche Epizentrum des Marktes liegt jedoch in der nahen Zukunft: Viele Investoren dürften sich vor den hochbrisanten US-Zwischenwahlen am Dienstag komplett an die Seitenlinie zurückziehen. Die absolute Kernfrage für den Wochenstart lautet: Lässt sich der strukturell KI-arme DAX vom globalen Tech-Beben weiter nach unten reißen, oder beweist er relative Stärke, bevor am späten Abend Apple und Palantir den ultimativen Härtetest für das angeschlagene Technologie-Narrativ liefern?"

 

 

 


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