Öl-Kollaps beflügelt die Börse: DAX kratzt an der 26.000er-Marke!
Der deutsche Leitindex ist mit frischem Schwung in den November gestartet. Angetrieben von einer spürbaren Entspannung am Ölmarkt kletterte der DAX um 0,63 Prozent auf 25.981,09 Punkte. Zeitweise durchbrach das Barometer die psychologisch wichtige 26.000er-Marke, konnte dieses Niveau bis zum Handelsschluss jedoch nicht verteidigen. Elementarer Treiber war ein massiver Preisrutsch beim Brent-Rohöl, das nach Berichten über diplomatische US-Initiativen im Iran-Konflikt um über sechs Prozent auf rund 107 US-Dollar einbrach. Von diesem sinkenden Kostendruck profitierten Reisewerte wie Lufthansa überproportional. Parallel stützten niedrigere Marktzinsen, solide deutsche Konjunkturdaten und eine Erholungsrally der US-Technologiebörse Nasdaq das heimische Sentiment. Auf Unternehmensebene glänzten Infineon und Fresenius mit soliden Aufschlägen, während Rheinmetall im späten Handel spürbar Federn ließ.
Wahl-Krimi und Tech-Showdown: Wall Street hält den Atem an!
Am heutigen Dienstag richtet sich der globale Fokus auf die US-Zwischenwahlen (Midterms). Zur Wahl stehen das gesamte Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senats. Aktuelle Umfragen deuten auf ein starkes Abschneiden der Demokraten hin, was den politischen Spielraum der Republikaner empfindlich einschränken könnte. Historisch betrachtet lieferten die Midterms nach dem Urnengang jedoch oft ein starkes Fundament für steigende Kurse. Bevor in der Nacht die ersten Hochrechnungen eintreffen, verarbeiten Investoren die nachbörslichen Bilanzen der Tech-Giganten Apple und Palantir. Nach den jüngsten Kursdebakeln bei Intel und Alphabet fungieren diese Zahlen nun als ultimativer Lackmustest für das zuletzt stark angeschlagene globale KI-Narrativ.
Bilanz-Flut in Frankfurt: Lufthansa und Bayer im Kreuzfeuer!
Abseits der US-Politik rollt eine gewaltige Berichtswelle über das Frankfurter Parkett. Bereits vor Handelsstart öffnen heimische Schwergewichte wie Lufthansa, Bayer, Evonik und Zalando ihre Bücher. Am Abend folgen die Zahlen des US-Chip-Spezialisten AMD, die im 24-Stunden-Handel sofortige Reaktionen auslösen werden. Charttechnisch ringt der DAX weiter um den finalen Ausbruch: Die 26.000-Punkte-Marke bleibt der massive Deckel, gefolgt vom Septemberhoch bei 26.070 Zählern. Nach unten fungieren das gestrige Tagestief bei 25.742 Punkten und die offene Kurslücke bei 25.717 Zählern als essenzielle Auffangnetze. Die Kernfrage lautet: Nutzt der Markt die nachklingenden Tech-Zahlen und den schwachen Ölpreis für den charttechnischen Befreiungsschlag, oder lähmt die massive Unsicherheit vor den US-Wahlen jegliche Ausbruchsfantasie im Keim?
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