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DAX vor Ausbruch: KI-Euphorie und Fed im Fokus

Frank Sohlleder
29. October 2026

KI-Fieber und Banken-Rally: DAX klopft am Oktoberhoch an!


Der deutsche Leitindex hat seine Erholungsserie am Mittwoch kraftvoll ausgebaut. Mit einem Plus von 0,44 Prozent kletterte der DAX auf 25.704,02 Punkte und schrammte damit hauchdünn am bisherigen Oktoberhoch vorbei. Charttechnisch befreit sich das Barometer weiter und notiert nun komfortabel über den essenziellen 21-, 50- und 100-Tage-Linien. Angetrieben wurde der Markt von neuem KI-Optimismus aus dem asiatischen Chip-Sektor, während Anleger vor dem abendlichen Zinsentscheid der US-Notenbank tagsüber noch Zurückhaltung übten. Auf Unternehmensebene glänzte die Deutsche Bank mit einem historischen Rekordgewinn und sprang um vier Prozent nach oben. Im krassen Gegensatz dazu crashte Symrise um über zehn Prozent, nachdem ein verlangsamtes Wachstum das Margenziel für 2026 spürbar dämpfte.


Tech-Beben nach US-Börsenschluss: Microsoft triumphiert, Alphabet stürzt ab!


Nach Xetra-Schluss lieferte die Fed das erwartete Stillhalten: Der Leitzins verharrt bei 3,75 bis 4,00 Prozent. Angesichts einer hartnäckigen Inflation und zwei Gegenstimmen im Ausschuss bleibt eine Zinserhöhung im Dezember jedoch ein hochbrisantes Marktszenario. Ein echtes Beben erlebte die Wall Street anschließend bei den Bilanzen der Tech-Giganten: Während Microsoft mit einem fulminanten Cloud-Wachstum von 48 Prozent glänzte und nachbörslich in Richtung eines neuen Rekordhochs stürmte, enttäuschte Alphabet auf ganzer Linie. Schwächere Werbeerlöse und verfehlte Gewinnerwartungen drückten die Google-Mutter um bis zu acht Prozent auf den tiefsten Stand seit April. Durch den neuen 24-Stunden-Handel der Deutschen Börse fließen diese massiven Gegenpole heute Morgen ohne Zeitverzug in die heimische Kursfindung ein.


EZB-Gipfel und Daten-Flut: Gelingt der finale charttechnische Ausbruch?


Am heutigen Donnerstag steht der Markt im Bann der Europäischen Zentralbank. Zwar wird am frühen Nachmittag keine Zinsänderung erwartet, doch der Tonfall von Christine Lagarde entscheidet über die geldpolitische Dezember-Fantasie. Gleichzeitig rollt eine gewaltige Zahlenflut über das Parkett: Schwergewichte wie Volkswagen, Adidas und Aixtron präsentieren ihre Bilanzen, flankiert von essenziellen US-Wachstumsdaten am Nachmittag. Die absolute Kernfrage lautet: Kann der DAX den Microsoft-Schwung nutzen und das Oktoberhoch bei 25.706 Punkten endgültig sprengen, oder zwingen der Alphabet-Schock und kletternde Ölpreise von bis zu 117 US-Dollar den Index rasch unter die stützende 50-Tage-Linie bei 25.592 Zählern zurück?

 

 

 

 

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