Fehlstart an der Rekordmarke: DAX prallt am Allzeithoch ab und leitet Korrektur ein!
Zum Wochenauftakt musste der deutsche Leitindex einen spürbaren Rückschlag einstecken. Nach mehreren vergeblichen Attacken auf das absolute Allzeithoch ging den Bullen an der entscheidenden Widerstandslinie endgültig die Puste aus. Infolgedessen setzten am Markt konsequente Gewinnmitnahmen ein, die den DAX mit einem Minus von 0,38 Prozent auf 26.338 Punkte drückten. Trotz dieses Dämpfers behauptet sich das Börsenbarometer weiterhin robust oberhalb der psychologisch wichtigen 26.000-Punkte-Marke. Für Anleger stellt sich nun die drängende Frage: Ist dies der unmittelbare Beginn der statistisch gefürchteten, von dünnem Handelsvolumen geprägten Sommerflaute im August, oder gelingt dem Index bereits am Dienstag der charttechnische Turnaround?
Gegenwind von der Wall Street und Nahost-Sorgen belasten das Parkett
Zwei zentrale makroökonomische Faktoren beschleunigten den Rückzug der Käufer. Zum einen sorgt die zunehmende geopolitische Unsicherheit im Nahen Osten für Nervosität. Das auslaufende Memorandum im Iran-Konflikt und jüngste Drohgebärden des US-Präsidenten in Richtung Oman – das eigentlich auf eine diplomatische Einigung mit Teheran hinarbeitete – verunsichern die Investoren spürbar. Zum anderen schwappte eine unverkennbare Schwäche der US-Standardwerte im Dow Jones rasch über den Atlantik. Dieser negative Impuls zur Eröffnung der Wall Street erstickte jegliches nachmittägliche Aufbäumen des deutschen Leitindex sofort im Keim.
Sanktionsdrohungen und Warnsignale: Kippt die charttechnische Großwetterlage?
Auch der Blick auf die technischen Indikatoren mahnt nun zur Vorsicht: Der MACD hat nach unten gedreht, während der RSI weiterhin massiv überkauft bleibt. Rutscht der DAX unter die kritische Schwelle von 26.275 Punkten, droht eine Ausdehnung der Konsolidierung mit einem primären Kursziel bei rund 26.081 Zählern. Für den heutigen Dienstag ruht der Fokus der Marktteilnehmer zwingend auf dem politischen Parkett. Berichten zufolge prüft Washington drastische Sanktionen gegen den Iran und dessen Handelspartner – im Raum stehen harte Strafmaßnahmen gegen chinesische Großabnehmer und Banken, neue Sekundärzölle sowie eine umfassende Landblockade. Sollte Peking daraufhin mit eigenen Gegenmaßnahmen reagieren, droht der aktuellen Marktstimmung ein massiver Belastungstest.
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